Im Dia­log

Sie haben Fra­gen zum Energie­kosmos ENSURE?

Im Kreis Stein­burg wird ein For­schungs­vor­ha­ben umge­setzt, des­sen Ziel es ist, die Strom­net­ze in Deutsch­land für eine grö­ße­re Men­ge an erneu­er­ba­rem Strom zu wapp­nen. Die­se Web­site infor­miert Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie alle Inter­es­sier­ten dar­über, was im Rah­men des Energie­kosmos ENSURE in ihrer Regi­on pas­siert.

Hier fin­den Sie die Ant­wor­ten auf häu­fig gestell­te Fra­gen.

All­ge­mei­ne Fra­gen

Was ist das Ziel des Vor­ha­bens „Energie­kosmos ENSURE“?

Der Energie­kosmos ENSURE soll ein Strom­netz mit beson­ders inno­va­ti­ven Struk­tu­ren wer­den, das bei­spiel­haft für das Netz der Zukunft ist. Ziel ist es, das bestehen­de Netz mit intel­li­gen­ten Lösun­gen (z.B. Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie, Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik) zu ergän­zen, sodass es noch fle­xi­bler auf die wach­sen­den Antei­le schwan­ken­der Erzeu­gung aus erneu­er­ba­ren Ener­gien reagie­ren kann. Dabei soll das Netz wei­ter­hin sicher und effi­zi­ent arbei­ten. Der Energie­kosmos ENSURE soll zum Vor­bild für ande­re Regio­nen wer­den und auf die­se über­trag­bar sein.

Wel­chen Nut­zen habe ich und mei­ne Gemein­de durch das Pro­jekt?

Der Nut­zen für eine Gemein­de /eine Per­son ist indi­rekt. Zunächst bringt das Pro­jekt die Energie­wende noch wei­ter vor­an. Für die Energie­wende muss das Strom­netz umge­stal­tet wer­den, denn ohne ein funk­tio­nie­ren­des Strom­netz kann die Energie­wende nicht gelin­gen. Die Energie­wende wie­der­um hat vie­le Vor­tei­le. Ihr Ziel ist es eine zukunfts­fä­hi­ge, siche­re, sau­be­re und bezahl­ba­re Ener­gie­ver­sor­gung zu gewähr­leis­ten. Das Kli­ma und die Umwelt wer­den durch die Energie­wende geschützt. So wer­den nicht zuletzt die hohen Kos­ten für eine Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del, der auch in Deutsch­land bereits Rea­li­tät ist, ver­rin­gert. Die Energie­wende fin­det auch vor Ort statt. So wird zum Bei­spiel vor Ort in Inno­va­tio­nen und neue Tech­no­lo­gien inves­tiert. Das schafft loka­le Wert­schöp­fung und Jobs und führt im bes­ten Fall dazu, dass die inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien auch inter­na­tio­nal ver­mark­tet wer­den kön­nen. Wir wol­len, dass die Energie­wende vor­an­schrei­tet. Wenn das gelingt, kön­nen sich poten­ti­ell mehr und mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger selbst an der Strom­erzeu­gung, z. B. mit einer Solar­an­la­ge auf dem Dach, betei­li­gen.

War­um wur­de gera­de die­se Regi­on aus­ge­wählt?

Der Kreis Stein­burg wur­de aus­ge­sucht, weil dort die erneu­er­ba­ren Ener­gien weit aus­ge­baut sind und nicht nur Strom- son­dern auch Gas- und Wär­me­net­ze vor­han­den sind. Das ist wich­tig, weil die­se Sek­to­ren in einem zukunfts­fä­hi­gen Netz zuneh­mend zusam­men­ge­bracht wer­den müs­sen. Zudem weist die Regi­on sowohl länd­li­che als auch städ­ti­sche Struk­tu­ren auf. Damit ist die Regi­on in Bezug auf ihre Erzeu­gungs-Ver­brauchs-Struk­tu­ren in Deutsch­land sehr reprä­sen­ta­tiv. Die Regi­on soll bei­spiel­haft zei­gen, wie die Energie­wende gelin­gen und dem Kli­ma­wan­del begeg­net wer­den kann. Ergeb­nis­se und Erkennt­nis­se sol­len auf ande­re Netz­ge­bie­te in Deutsch­land über­tra­gen wer­den. Daher war die Reprä­sen­ta­ti­vi­tät der aus­ge­such­ten Regi­on grund­le­gend für ihre Aus­wahl als Modell­region.

Was kommt?

Grund­sätz­lich wer­den tech­ni­sche und digi­ta­le Lösun­gen ein­ge­setzt, die mit über­schau­ba­ren Ver­bes­se­run­gen bestehen­der Tech­nik und ohne unmit­tel­ba­re Aus­wir­kung auf die Bürger*innen vor Ort aus­kom­men. Fol­gen­de Bei­spie­le kön­nen in die­sem Zusam­men­hang genannt wer­den:

Digi­ta­li­sie­rung von Umspann­wer­ken auf der Hoch- und Höchst­span­nungs­ebe­ne: Hier­bei erfolgt in bestehen­den Umspann­wer­ken eine digi­ta­le Ver­net­zung aller Kom­po­nen­ten der Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik. Es ist damit mög­lich, früh­zei­tig ein erhöh­tes Risi­ko von Tech­nik­aus­fäl­len zu erken­nen und die Span­nungs­qua­li­tät durch intel­li­gen­tes Schal­ten von tech­ni­schen Anla­gen zu erhö­hen. So wird die Ver­sor­gungs­si­cher­heit in der Regi­on ins­ge­samt erhöht.

Digi­ta­li­sie­rung von Orts­net­zen (Nie­der­span­nungs­ebe­ne): Durch den Ein­satz von zuver­läs­si­ger Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik (IKT) in Orts­net­zen besteht die Mög­lich­keit, Erzeu­gungs­an­la­gen und grö­ße­re elek­tri­sche Ver­brau­cher (kei­ne Haus­hal­te) so zu steu­ern, dass weni­ger neue Lei­tun­gen und Trans­for­ma­to­ren gebaut wer­den müs­sen.

Es gibt eine Aus­nah­me, näm­lich eine tech­ni­sche Neue­rung, die ggf. mit der Ver­le­gung eines Mit­tel­span­nungs-Gleich­strom-Kabels ein­her­ge­hen könn­te:

Ener­gie­über­tra­gung mit Gleich­span­nungs­tech­nik auf der Mit­tel­span­nungs­ebe­ne: Die sich in der Netz­wirt­schaft eta­blie­ren­de Tech­no­lo­gie aus der Höchst­span­nungs­ebe­ne könn­te in der Mit­tel­span­nungs­ebe­ne ein­ge­setzt wer­den. Dafür müss­ten auf­grund der gerin­ge­ren Leis­tung im Ver­gleich zur Höchst­span­nungs­ebe­ne deut­lich klei­ne­re Kon­ver­ter­sta­tio­nen auf­ge­baut wer­den, wel­che auf der Mit­tel­span­nungs­ebe­ne eine effi­zi­en­te­re Ener­gie­ver­sor­gung ermög­li­chen könn­ten. Die­se sol­len aber vor­aus­sicht­lich in bestehen­den Umspann­wer­ken und Schalt­an­la­gen inte­griert wer­den. Evtl. müss­ten auf kur­zen Ver­bin­dungs­stre­cken neue Mit­tel­span­nungs-Gleich­strom-Kabel ver­legt wer­den, um die Erzeu­gung und den Ver­brauch mit die­ser Tech­nik zu ver­bin­den. Dabei wür­de es sich um ein Erd­ka­bel han­deln.

Was kommt nicht?

Es sind kei­ne neu­en Höchst- und Hoch­span­nungs­lei­tun­gen, kei­ne zusätz­li­chen Umspann­wer­ke oder Kraft­wer­ke usw. geplant.

Was ändert sich für die Pri­vat­haus­hal­te?

Pri­vat­haus­hal­te wer­den kei­ne direk­ten Aus­wir­kun­gen des Pro­jekts spü­ren. Der Strom wird wei­ter­hin wie gewohnt zuver­läs­sig aus der Steck­do­se kom­men und im Orts­bild sind kei­ne Ver­än­de­run­gen zu erwar­ten.

Wie sieht der Zeit­plan aus?

Die tat­säch­li­che Durch­füh­rungs­pha­se des Energie­kosmos ist für die Jah­re 2022 bis 2026 geplant. Bis 2022 durch­lau­fen alle Lösun­gen, die Teil des Energie­kosmos wer­den sol­len, eine Ent­wick­lungs- und Test­pha­se. So kön­nen die Forscher*innen genau her­aus­fin­den, wel­che Lösun­gen im rea­len Betrieb ein­ge­setzt wer­den sol­len. Das For­schungs­pro­jekt ENSURE – in wel­ches der Energie­kosmos ein­ge­bet­tet ist – läuft ins­ge­samt zehn Jah­re. Geplant ist, dass die Lösun­gen nach 2026 auch in ande­ren Regio­nen Deutsch­lands ein­ge­setzt wer­den kön­nen.

Wel­che Her­aus­for­de­run­gen stellt die Energie­wende an unse­re Strom­net­ze?

Damit wir zukünf­tig kli­ma­freund­lich leben und wirt­schaf­ten, muss unse­re Ener­gie­ver­sor­gung effi­zi­en­ter wer­den und auf erneu­er­ba­ren Ener­gien beru­hen. Wäh­rend die kon­ven­tio­nel­len Kraft­wer­ke die Ener­gie in der Ver­gan­gen­heit geplant und steu­er­bar pro­du­ziert haben, erzeu­gen die Wind­kraft- und Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen heu­te nur dann rege­ne­ra­ti­ven Strom, wenn das Wet­ter mit­spielt. Zwar kann mit­tels Wet­ter­pro­gno­sen heut­zu­ta­ge die erwar­te­te Erzeu­gung sehr gut vor­ab geschätzt wer­den, den­noch müs­sen die Strom­net­ze hohe Schwan­kun­gen abfan­gen. Hin­zu kommt, dass die schwan­ken­de Ein­spei­sung von erneu­er­ba­ren Ener­gien ins Netz häu­fig nicht im Ein­klang mit dem Ver­brauch von Haus­hal­ten, Gewer­be oder Indus­trie erfolgt. Dies ist aber eine Grund­vor­aus­set­zung für einen sta­bi­len und zuver­läs­si­gen Netz­be­trieb und damit für eine zuver­läs­si­ge Strom­ver­sor­gung.

Dar­über hin­aus bewirkt die Energie­wende, dass wir mehr Anwen­dun­gen mit Strom betrei­ben als zuvor, zum Bei­spiel Autos oder Hei­zun­gen, die bis­her fos­sil betrie­ben wer­den. Das heißt, zukünf­tig wird unser Strom­ver­brauch stei­gen und mehr Strom ins­ge­samt durch die Lei­tun­gen flie­ßen. Auch das ist eine Her­aus­for­de­rung für unse­re Strom­net­ze. Unser Strom­netz muss daher mehr Strom trans­por­tie­ren und mit dem schwan­ken­den Ange­bot an Son­nen- und Wind­ener­gie umge­hen kön­nen.

War­um kann unser jet­zi­ges Strom­sys­tem nicht so blei­ben, wie es ist?

Unser der­zei­ti­ges Strom­netz folgt der Logik, dass weni­ge gro­ße Kraft­wer­ke Strom in die obe­ren Netz­ebe­nen ein­spei­sen. Von dort wird der Strom in dar­un­ter­lie­gen­de Netz­ebe­nen wei­ter­trans­por­tiert, um Indus­trie, Gewer­be und Haus­hal­te zu ver­sor­gen. Durch die Energie­wende fin­det eine gro­ße Ver­än­de­rung im Strom­netz statt. Um den Kli­ma­wan­del auf­zu­hal­ten, wird unse­re Strom­ver­sor­gung zuneh­mend auf Strom aus erneu­er­ba­ren Quel­len umge­stellt. Wäh­rend Off­shore- und Onshore-Wind­parks direkt an die obers­ten Netz­ebe­nen anschlie­ßen, spei­sen Mil­lio­nen von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen erneu­er­ba­ren Strom direkt in die unters­te Netz­ebe­ne ein. Das ist eine Her­aus­for­de­rung für das Netz. Hier braucht es neue tech­ni­sche Lösun­gen.

Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung der Energie­wende für unser der­zei­ti­ges Strom­netz ist, dass Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Anla­gen sehr schwan­ken­de Leis­tung erzeu­gen. Wäh­rend gro­ße Kraft­wer­ke kon­stant Strom erzeu­gen, sind Solar- und Wind­strom wet­ter­ab­hän­gig. Auch dies erfor­dert neue tech­ni­sche Lösun­gen. Die­se wer­den in der Modell­region des Energie­kosmos ENSURE im Netz ein­ge­setzt.
Tech­ni­sche und digi­ta­le Lösun­gen kön­nen hel­fen, das bestehen­de Netz bes­ser aus­zu­las­ten. Der Bau zusätz­li­cher Lei­tun­gen wird inner­halb des Modell­vor­ha­bens Energie­kosmos hin­ge­gen eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le spie­len.

Wer sind mei­ne Ansprechpartner*innen bei Fra­gen?

Nadi­ne Dib­bern, Pres­se­kon­takt Schles­wig-Hol­stein Netz AG

Sön­ke Schus­ter, Pres­se­spre­cher, Stadt­wer­ke Kiel AG

Ulri­ke Hör­chens, Pres­se­spre­che­rin, Ten­neT TSO GmbH

Andrea Wies­hol­zer, Refe­ren­tin Net­ze für die Energie­wende, Ger­man­watch e.V.

Ricar­da Dub­bert, Pro­jekt­ma­na­ge­rin Ener­gie- und Kli­ma­schutz, Deut­sche Umwelt­hil­fe e.V.

ensure@sh-netz.com

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Natur- und Arten­schutz

Wel­che Aus­wir­kun­gen auf die Natur, geschütz­te Gebie­te und Arten sind zu erwar­ten?

Der Energie­kosmos ENSURE wird nach der­zei­ti­gem Stand vor­wie­gend bereits bestehen­de Ele­men­te der Ener­gie­in­fra­struk­tur ver­än­dern bzw. opti­mie­ren. Es wer­den so gut wie kei­ne neu­en Ele­men­te (z.B. Strom­mas­ten, Orts­netz­sta­tio­nen) hin­zu­kom­men. Land­schaft­li­che Ein­grif­fe sind also nicht zu erwar­ten. Natur, geschütz­te Gebie­te und Arten wer­den ent­spre­chend nicht beein­träch­tigt. Gege­be­nen­falls müs­sen neue Mit­tel­span­nungs-Gleich­strom-Kabel in der Erde ver­legt wer­den, dies ist aber der­zeit noch nicht abseh­bar.

Wel­che genau­en Aus­wir­kun­gen auf Kul­tur­land­schaf­ten sind zu erwar­ten?

Der Energie­kosmos ENSURE wird nach der­zei­ti­gem Stand vor­wie­gend bereits bestehen­de Ele­men­te der Ener­gie­in­fra­struk­tur ver­än­dern bzw. opti­mie­ren. Es wer­den so gut wie kei­ne neu­en Ele­men­te hin­zu­kom­men. Nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf Kul­tur­land­schaf­ten sind nicht zu erwar­ten.

Sind bereits vor­han­de­ne oder ange­leg­te Aus­gleichs­flä­chen betrof­fen und ent­spre­chend Aus­gleichs­maß­nah­men nötig?

Nach der­zei­ti­gem Stand der Pla­nung wird der Energie­kosmos ENSURE so gut wie kei­ne zusätz­li­chen Flä­chen in Anspruch neh­men. Der Energie­kosmos ENSURE wird vor­wie­gend das bestehen­de Strom­netz opti­mie­ren. Die Opti­mie­run­gen wer­den sich flä­chen­tech­nisch nur im Rah­men der bereits exis­tie­ren­den Infra­struk­tur bewe­gen. Soll­ten doch zusätz­li­che Flä­chen gebraucht wer­den, z. B. neue Mit­tel­span­nungs-Gleich­strom­lei­tun­gen unter Erde (sie­he Fra­ge „Was kommt?“), wird nach den übli­chen Rege­lun­gen für Aus­gleichs­flä­chen nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz ver­fah­ren. Das ist jedoch nach aktu­el­ler Pla­nung gar nicht nötig.

Land­schafts-/Orts­bild

Wel­chen Raum nimmt der „Energie­kosmos“ ein?

Der „Energie­kosmos“ wird vor­aus­sicht­lich über den schon heu­te not­wen­di­gen Platz­be­darf für die Ener­gie­ver­sor­gung (in Form von Umspann­wer­ken, Netz­sta­ti­on und Kabel­tras­sen) kaum hin­aus­ge­hen, da die Ideen zum „Energie­kosmos“ ins­be­son­de­re auf eine Opti­mie­rung der Aus­las­tung der bestehen­den Struk­tu­ren abzie­len. Eine Aus­nah­me könn­ten neue Mit­tel­span­nungs-Gleich­strom­lei­tun­gen unter Erde sein. Dies ist aber der­zeit noch nicht abseh­bar.

Wie sicht­bar ist der „Energie­kosmos“?

Schon heu­te bestehen hohe Anfor­de­run­gen an die Inte­gra­ti­on der tech­ni­schen Anla­gen der Ener­gie­ver­sor­gung in das Stadt- und Land­schafts­bild. Die­sen Anfor­de­run­gen wird auch der „Energie­kosmos“ gerecht, da er sich nur im Rah­men bereits jetzt sicht­ba­rer Netz­struk­tur­ele­men­te (z. B. Umspann­wer­ke, Netz­sta­ti­on und Kabel­tras­sen) bewegt.

Ver­än­dern sich das Land­schafts- und/oder Orts­bild?

Eine Ver­än­de­rung des Land­schafts- und/oder Orts­bil­des ist nicht zu erwar­ten.

Sind Denk­mä­ler durch den „Energie­kosmos“ betrof­fen?

Denk­mä­ler sind durch den Energie­kosmos ENSURE nicht betrof­fen.

Wer­den Aus­wir­kun­gen auf den Tou­ris­mus in der Regi­on erwar­tet?

Da weder Aus­wir­kun­gen auf Land­schafts-/Orts­bild noch Denk­mä­ler zu erwar­ten sind, sind auch kei­ne Effek­te auf den Tou­ris­mus in der Regi­on zu erwar­ten.

Ande­re Aus­wir­kun­gen

Wel­che kon­kre­ten Emis­si­ons­wer­te sind durch den „Energie­kosmos“ zu erwar­ten?

In Bezug auf kli­ma­schäd­li­che Treib­haus­gas-Emis­sio­nen ist eher eine Ver­rin­ge­rung anzu­neh­men, da durch die inno­va­ti­ven Netz­struk­tu­ren auch die Ver­wen­dung erneu­er­ba­rer Ener­gien gestei­gert wer­den soll. 
Ob oder inwie­weit sich Emis­sio­nen aus den tech­ni­schen Anla­gen ver­än­dern, ist zur­zeit noch nicht abseh­bar.

Gibt es wit­te­rungs­be­ding­te oder ander­wei­ti­ge Gefah­ren wie erhöh­tes Blitz­ein­schlags­ri­si­ko, Explo­si­ons­ge­fahr o.ä.?

Nein, der Energie­kosmos ENSURE hat kei­ne Ele­men­te, die wit­te­rungs­be­ding­te oder ander­wei­ti­ge Gefah­ren wie erhöh­tes Blitz­ein­schlag­ri­si­ko, Explo­si­ons­ge­fahr o.ä. mit sich brin­gen kön­nen. Hier besteht kein erhöh­tes Risi­ko.

Sind Stö­run­gen von elek­tro­ni­schen Anla­gen, z. B. von Navi­ga­ti­ons­ge­rä­ten, zu erwar­ten?

Nein, wir gehen davon aus, dass es durch den Energie­kosmos ENSURE zu kei­nen Stö­run­gen von elek­tro­ni­schen Anla­gen, z.B. Navi­ga­ti­ons­ge­rä­ten, kom­men wird.

Par­ti­zi­pa­ti­on

Wel­che Akteu­re wer­den bei Kon­zep­ti­on, Bau und Anwen­dung des „Energie­kosmos“ betei­ligt?

Der Energie­kosmos ist ein gemein­sa­mes Pro­jekt ver­schie­de­ner Unter­neh­men und wis­sen­schaft­li­cher Insti­tu­te. Auch Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz­ver­ei­ne haben hier eine Stim­me. Als Netz­be­trei­ber in der Regi­on ist die Schles­wig-Hol­stein Netz AG der „Gast­ge­ber“ für den Energie­kosmos.

Wie wer­den die­se Akteu­re betei­ligt?

Mitarbeiter*innen ver­schie­de­ner Unter­neh­men, wis­sen­schaft­li­cher Insti­tu­te, Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz­ver­ei­ne haben in vie­len Sit­zun­gen nach und nach die Idee des Energie­kosmos gebo­ren.

Dar­über hin­aus kön­nen Kommunalvertreter*innen, Ver­bän­de oder Bürger*nnen der Regi­on Hin­wei­se und Anre­gun­gen zum Energie­kosmos über die­se Web­site, bei Ver­an­stal­tun­gen in der Regi­on oder direkt über unse­re Ansprechpartner*innen ein­brin­gen.

Für wen wer­den durch den „Energie­kosmos“ neue Geschäfts­mo­del­le mög­lich?

Der Energie­kosmos könn­te neue Geschäfts­mo­del­le sowohl für eta­blier­te als auch für neue Akteu­re, z.B. aus der Ener­gie­bran­che, ermög­li­chen. Das hängt vom wei­te­ren Pro­jekt­ver­lauf und dem fina­len Kon­zept des Energie­kosmos ab, das der­zeit noch in Arbeit ist.

Wer­den Anwohner*innen an der Aus­ge­stal­tung des Energie­kosmos ENSURE pla­ne­risch betei­ligt?

Kommunalvertreter*innen, Ver­bän­de oder Bürger*innen der Regi­on kön­nen ihre Hin­wei­se und Anre­gun­gen zum Energie­kosmos über die­se Web­site, bei Ver­an­stal­tun­gen in der Regi­on oder direkt über unse­re Ansprechpartner*innen ein­brin­gen.

Gibt es Mög­lich­kei­ten der finan­zi­el­len Betei­li­gung am „Energie­kosmos“, auch mit klei­nen Bei­trä­gen?

Der Energie­kosmos ist das Ergeb­nis eines For­schungs­pro­jek­tes. Finan­zi­el­le Betei­li­gun­gen im Sin­ne wirt­schaft­li­cher Invest­ments sind zum aktu­el­len Zeit­punkt nicht vor­ge­se­hen.

Daten­schutz

Wel­che Daten wer­den für das Pro­jekt benö­tigt?

Der Netz­be­trei­ber Schles­wig-Hol­stein Netz AG wird die­sel­ben Daten wie bis­her auch für den Energie­kosmos ENSURE nut­zen, um die Netz­sta­bi­li­tät zu sichern. Zusätz­li­che Daten von End­ver­brau­chern, zum Bei­spiel Haus­hal­ten und Gewer­be, wer­den nicht benö­tigt und auch nicht erho­ben.

Wie wird der Daten­schutz gewähr­leis­tet?

Es gel­ten die übli­chen Daten­schutz­vor­schrif­ten nach dem Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz, der euro­päi­schen Daten­schutz­grund­ver­ord­nung und dem Mess­stel­len­be­triebs­ge­setz. Zusätz­li­che Daten von End­ver­brau­chern, zum Bei­spiel Haus­hal­ten und Gewer­be, wer­den nicht benö­tigt und auch nicht erho­ben. Maß­nah­men im Zuge des Energie­kosmos ENSURE wer­den nur im Strom­netz statt­fin­den und vor der Haus­tür des End­ver­brau­chers halt­ma­chen.

Immo­bi­li­en

Wie groß ist die Nähe der Ele­men­te des „Energie­kosmos“ zur Wohn­be­bau­ung? Gibt es Aus­wir­kun­gen auf den Wert von Immo­bi­li­en?

Aller Vor­aus­sicht nach wer­den die Arbei­ten vor­wie­gend an, um und inner­halb der bestehen­den tech­ni­schen Anla­gen erfol­gen. Denk­bar ist bei­spiels­wei­se die Ergän­zung eines Block­heiz­kraft­werks um einen Elek­trokes­sel (Power-to-Heat-Anla­ge), der Aus­tausch eines bestehen­den Trans­for­ma­tors durch einen moder­ne­ren Trans­for­ma­tor sowie der Ein­bau neu­er Steue­rungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik in Orts­netz­sta­tio­nen. Vor die­sem Hin­ter­grund gehen wir davon aus, dass der Energie­kosmos ENSURE kei­ner­lei Aus­wir­kung auf den Wert von Immo­bi­li­en haben wird.

Gibt es Aus­wir­kun­gen auf die Aus­wei­sung von Flä­chen als Bau- und Gewer­be­land?

Aller Vor­aus­sicht nach wer­den die Arbei­ten an, um und inner­halb der bestehen­den tech­ni­schen Anla­gen erfol­gen. Denk­bar ist bei­spiels­wei­se die Ergän­zung eines Block­heiz­kraft­werks um einen Elek­trokes­sel (Power-to-Heat-Anla­ge), der Aus­tausch eines bestehen­den Trans­for­ma­tors durch einen moder­ne­ren Trans­for­ma­tor sowie der Ein­bau neu­er Steue­rungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik in Orts­netz­sta­tio­nen. Vor die­sem Hin­ter­grund gehen wir davon aus, dass der Energie­kosmos ENSURE kei­ner­lei Aus­wir­kung auf die Aus­wei­sung von Flä­chen als Bau- und Gewer­be­ge­biet haben wird.

Infra­struk­tu­ren

Besteht die Gefahr einer Belas­tung durch wei­te­re Infra­struk­tur­ele­men­te?

Für den ein­zel­nen Ver­brau­cher wird der Energie­kosmos mit sei­nen neu­en Tech­no­lo­gien nicht spür­bar sein. Grö­ße­re Bau­ar­bei­ten, durch die Anwohner*innen beein­träch­tigt wer­den könn­ten, sind nicht geplant. Es kommt daher zu kei­ner Belas­tung durch wei­te­re Infra­struk­tur­ele­men­te. Eine Aus­nah­me könn­ten neue Mit­tel­span­nungs-Gleich­strom­lei­tun­gen unter der Erde sein. Dies ist aber der­zeit noch nicht abseh­bar.

Machen neue Infra­struk­tu­ren den Rück­bau bestehen­der Infra­struk­tu­ren nötig oder mög­lich?

Ein Rück­bau bestehen­der Infra­struk­tu­ren ist aktu­ell nicht geplant. Ob durch die neu­en Tech­no­lo­gien mit­tel- oder lang­fris­tig (außer­halb des For­schungs­pro­jekts zum Energie­kosmos ENSURE) weni­ger grö­ße­re Infra­struk­tu­ren, wie zum Bei­spiel Strom­lei­tun­gen, gebraucht wer­den, kann zum jet­zi­gen Zeit­punkt nicht vor­her­ge­sagt wer­den.